Erzielte Ergebnisse


Anzahl der beteiligten Schulen sowie Schülerinnen und Schüler:
Bisher wurde die Vertiefte Berufsorientierung in Berlin Mitte (Vbo) in vier Durchläufen durchgeführt.
Insgesamt nahmen 4 Haupt-, 4 Real-, 4 Gesamt- und 2 integrierte Haupt- und Realschulen am Projekt teil. Dies bedeutet, dass alle SchülerInnen des Bezirks Mitte dieser Schultypen die Qualifizierung absolviert haben. Zudem konnten noch Jugendliche eines Gymnasiums sowie eines sonderpädagogischen Förderzentrums die vertiefte Berufsorientierung absolvieren. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Teilnehmenden von 01.09.2006 - 30.06.2010 auf 4800 Schülerinnen und Schüler (Übersicht).

Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung:
Die Vertiefte Berufsorientierung in Berlin-Mitte wurde wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Zum Ende des Jahres 2007 hat Herr Prof. Dr. Lukas [social.consult] seine Arbeit aufgenommen und in den Jahren 2008 und 2009 fortgeführt. Wesentlicher Bestandteil der Evaluation waren Schülerbefragungen, die Rückschlüsse auf den Erfolg der Vbo und dessen Gelingensbedingungen zulassen.
Exemplarische Ergebnisse der Schülerbefragung:
[2. Durchgang, der SchulabgängerInnen des Jahres 2008 in Hinblick auf die Zielsetzung der Vbo]:

Auszüge aus dem Resümee des Abschlussberichtes:
  • Sehr gut angekommen sind bei den Schüler/innen alle Angebote, die ihnen einen Einblick in die Welt außerhalb der Schule ermöglicht haben.
  • Als sehr positiv wurde die Eröffnung eines Zugangs in die, den Schülern oft völlig unbekannte Berufswelt eingeschätzt.
  • Die Schüler/innen äußerten sich lobend über die zunächst ungewohnte Form der Durchführung der VBO. Dies betraf insbesondere den persönlichen Umgang sowie Methodenkompetenz der VBO-Mitarbeiter/innen bei der Durchführung der Qualifizierungseinheiten
  • Die Schüler/innen wünschten sich eine stärkere Differenzierung um die Interessen der unterschiedlichen Schülergruppen stärker berücksichtigen zu können.
  • Positiv wurde von einigen Befragten die teilweise geschlechtsbezogene Differenzierung (in Lebens- und Berufswahlfragen) in der Vbo bewertet.
  • Die Haltung der Lehrkräfte gegenüber dem Programm und der involvierten Fachkräfte bewegte sich in einem Spektrum von hoher Akzeptanz bis hin zu Ablehnung.
  • Die Inhalte der Vbo wurden von keiner Seite kritisiert, das Modulsystem gilt als ausgereift und hat sich in der Praxis in allen Schulformen bewährt, Schwierigkeiten wurden eher bei der Umsetzung beschrieben.
  • Die Mitarbeiter/innen der Bildungsträger halten eine Kombination von Berufsorientierung und Lebensplanung um einen Klärungsprozess anzustoßen, wohin die beruflichen und Lebenswege der Jugendlichen gehen sollen.
  • Die Berufsberater/innen der Agentur für Arbeit haben eine erste Veränderung durch die Vbo ausgemacht, die Schüler/innen hatten genauere Vorstellungen von der Rolle der Berufsberatung und waren in der Lage konkretere Fragen zu stellen.
  • Ein noch stärkeres Zusammenwirken und Abstimmen zwischen den einzelnen Akteuren in Hinblick auf Bewerbungsgespräche und -unterlagen ist notwendig.
  • Stärkere Kontinuität der Mitarbeiter/innen der Bildungsträger wurde gewünscht
  • Erforderlich ist eine größere Abstimmung der durch die Vbo hervorgebrachten Ideen, Arbeitsansätzen, Methoden und Produkten um gegenüber der Schule und ihren Ansprüchen und Forderungen durchsetzungsfähig zu sein.
  • Uneingeschränkte Zufriedenheit wurde mit der Arbeit der Regiestelle der Stiftung SPI geäußert, der es immer wieder gelungen ist, die unterschiedlichen Akteure mi-teinander ins Gespräch zu bringen und sie bei ihrer zum Teil schwierigen Aufgabe fachlich und organisatorisch zu unterstützen.

Das gesamte Resümee der Evaluation aus dem Abschlussbericht von Prof. Dr. Lukas [social.consult] finden Sie hier.

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